Jahreshauptversammlung 2019

Am vergangenen Freitag fand im Feuerwehrhaus die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr statt. Bei ihrer Begrüßung freute sich Vorsitzende Ingrid Funk besonders über die Anwesenheit von Ehrenkommandant Rudolf Plötz sowie weiteren Ehrenmitgliedern. Auch Bürgermeister Helmut Fischer und Gemeinderat Roland Braun galt besonderer Gruß. Ihr Rückblick war ausführlich und die Vorsitzende freute sich über viele Veranstaltungen des Vereins, die hervorragend verliefen. Herausragend im abgelaufenen Jahr war der sehr gut organisierte Florianstag, der turnusgemäß in Schwürbitz stattfand. Vor allem über die Mitwirkung der Jugend- und Kinderabteilung freute sich die Vorsitzende. Kirchliche Feiertage und Feste befreundeter Vereine wurden ebenfalls reibungslos begleitet. Ingrid Funk dankte allen Aktiven, den einsatzfreudigen Ehrenmitgliedern, der Jugendbetreuung und allen Helfern, die sich bei jeder Gelegenheit einsatzbereit zeigten. Ein Dank galt auch der Gemeinde, den Räten und den Bürgermeistern für die Unterstützung. Schriftführer Christopher Koschischek ging speziell auf die letzte Generalversammlung ein.

 

Kommandant Marcel Heine zählte die Stunden auf, die von den Schwürbitzern geleistet wurden. 21 Gruppen- und Gemeinschaftsübungen sowie 11 Atemschutzübungen und 4 Übungen zur Erdung der Bahnoberleitung standen zu Buche. Zusammen mit 6 Brandeinsätzen, 10 technischen Hilfeleistungen und 8 freiwilligen Leistungen kamen so 1127 Stunden zusammen. Alle Pflichtaufgaben wurden erfüllt, so der Kommandant und noch weitere Leistungen erbracht. Über 40 aktive Feuerwehrfrauen und -männer stünden dafür zur Verfügung. Auch sind fast 100 passive Mitglieder im Verein. Laura Heid gab einen ausführlichen Bericht der Jugend. Ein Jugendaktionstag wurde mit 5 Jugendlichen durchgeführt. 517 zusätzlichen Stunden wurden geleistet. Dadurch konnten neue Jugendliche gewonnen werden. Auch überregionale Veranstaltungen und die integrierte Leitstelle in Coburg wurden besucht, was die Attraktivität der Feuerwehr für die Jugendlichen erhöhen sollte. Ein Rettungseinsatz am Schwürbitzer Baggersee, zur Rettung Ertrinkender, wurde durchgezogen. Sehr interessant für die Jugendlichen war ein 48 Stunden-Einsatz der Ende August in Michelau veranstaltet wurde. Dabei wurde ein Einsatz am Main, ein Wohnhausbrand, ein PKW-Sicherungs-Einsatz, ein PKW-Brand, ein Such- und ein Gefahrguteinsatz trainiert. Besonders war es auch, Rettungshunden beim Einsatz zuschauen zu dürfen. Die Jugendleiterin lobte die tatkräftige Unterstützung durch die aktiven „Feuerwehrler“. Ein Teil des Freizeitprogramms 2018 war ein anstrengender aber sehr kurzweiliger Besuch des Europaparks in Rust. Auch eine Weihnachtsfeier der Jugendgruppe mit Pizzaessen stand auf dem Programm. Besonderer Dank galt der Jugendabteilung der Feuerwehr in Michelau. Stefan Bauer ist der neue Ausbilder, dem ebenfalls besonderer Dank galt. Auch Jonas Heid als Maschinist bei der 48-Stunden-Übung wurde gedankt. Gut ausgebildete und motivierte junge Leute sind wichtig für die Gesellschaft und dem Fortbestand der Wehr, so die engagierte Jugendleiterin Heid. Heid war sehr stolz auf die Jugendlichen, ihr Können und ihr Wissen. Sie sprach allen Anerkennung und Respekt aus, die sich einbringen und engagieren. Tamara Stettner berichtete in ihrer Funktion als Leiterin der Kindergruppe ebenfalls über zahlreiche Veranstaltungen. Eine Übernachtung im Feuerwehrhaus, Mitwirkung bei den Festen standen auf dem Programm aber auch schon tatkräftige Hilfe bei Einsätzen wurde geprobt. Geschenke wurden gebastelt und der Dank galt vor allem auch den Eltern der Kinder, die dafür sorgten, dass die Kinder teilnehmen könnten und Fahrdienste übernähmen. Kassenwart Uwe Lindner berichtete von guten finanziellen Verhältnissen und einigen Anschaffungen, die dringend nötig waren. Vor allem technische Geräte wurden ersetzt. Stefan Bauer führte aus, dass bei der Kassenprüfung, wie in den Jahren vorher, keine Unregelmäßigkeiten vorkamen. Kassenwart und Vorstandschaft wurden entlastet. Bei der traditionellen Ansprache des Bürgermeisters, legte Helmut Fischer Wert darauf, dass es nicht selbstverständlich sei, ein positives Statement halten zu dürfen. Die Berichte, vor allem auch der Jugendleitung, sprechen aber dafür, dass in Schwürbitz alles in Ordnung sei. Er zollte der Wehr Respekt für die Aktivitäten, über die Einsätze und Übungen hinaus. „Da darf man auch stolz sein, wenn am Ende etwas übrig bleibt“, so der Bürgermeister. In der Gemeinde hat sich die Zuständigkeit geändert. In Zukunft wird Rene Biesenecker als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Der Bürgermeister zeigte auch Freude über das zahlreiche Erscheinen an der Versammlung in Schwürbitz, was nicht überall selbstverständlich sei. „Zuviel Bequemlichkeit sollte nirgends in den Feuerwehren aufkommen“, so der Bürgermeister. Er dankte den Schwürbitzern ausdrücklich für die geleistete Arbeit. Die Abstimmung über eine Beitragsänderung wurde einstimmig so geregelt, dass die aktiven Mitglieder in Zukunft keinen Beitrag mehr bezahlen sollen. Passive Mitglieder zahlen weiterhin den gleichen Beitrag. Aktive Mitglieder werden in Zukunft als solche gewertet, wenn sie an 5 Übungen teilgenommen haben, damit der Status auch zugestanden werden kann. Es wurde noch ein Vereinsdiener gesucht, der sich gerne melden darf. Ehrungen kamen einigen Mitgliedern zu. Für 25-jährige aktive Mitgliedschaft wurden Gaby Lindner und Ingrid Funk geehrt. Sowie für 25-jährige passive Mitgliedschaft Alfons Dümlein, Betty Wich und Hubert Motschenbacher. 20 Jahr aktiv ist Patrik Lindner. 10 Jahre aktiv bei der Feuerwehr Schwürbitz ist Jonas Heid und Fabian Funk. Auch einigen Jugendlichen kam eine Ehrung zu. Eine Nachfrage gab es noch, ob der „federführende“ Kommandant immer der Kommandant aus Michelau sein müsse. Bürgermeister Helmut Fischer nahm dazu Stellung. Weiters ging es noch um die sogenannten „Piepser“, die zwar Fehler aufwiesen, allerdings, trotz langer Wartezeit, in Michelau nicht repariert wurden. Stefan Bauer, der die Beschwerde vorbrachte, wollte sich in Zukunft selbst darum kümmern. Kommandant Marcel Heine hatte noch einige organisatorische Punkte, die abgehandelt wurden. Am Ende der harmonischen Versammlung wurde Karl-Heinz Thierauf zum Ehrenmitglied ernannt. Vorsitzende Ingrid Funk konnte über zahlreiche Aktivitäten berichten, die der Geehrte seit seinem Eintritt in die Wehr im Jahre 1972, leistete. Er war sichtlich stolz auf die Ehrung und seine Kameraden waren sich mit ihm einig, dass „des Späßla a Fässla“ kostet. Die nächste Veranstaltung bei der Feuerwehr Schwürbitz wird das traditionelle Schlachtfest am 2. Februar sein, wozu die Vorsitzende herzlich einlud.

Text und Bilder: Stefan Motschenbacher